Heute möchte ich Euch mein aktuelles Setup für die Bühne vorstellen. Als ich im letzten November das Konzert von Don Ross in Dortmund besucht hatte, brachte er mich dazu, mein Effektboard mal wieder zu verwenden. Er selbst hatte seines auch gerade für sich wiederentdeckt und war ganz bezaubert von den Effekten. So kam auch ich zu dem Entschluss, mein Digitech RP3 wieder ins Bühnen-Setup mit aufzunehmen. Aber der Reihe nach…
OnStage schalte ich vor den Signalweg noch ein kleines Mischpult, um mehr Kanäle zu bekommen, also 2-3 für die Gitarren, je nach dem wie viele ich mitnehme, und einen Kanal für ein Mikro. Vom Pult aus gehe ich zunächst in das Bodenstimmgerät von Korg. Das DT-10 hat sich bislang sehr bewährt. Es ist auf der Bühne gut ablesbar und stimmt sehr schnell.
Von dort geht das nun sauber gestimmte Gitarrensignal in das Effektboard, das RP-3 von Digitech. Obwohl es eigentlich eher für E-Gitarre gedacht ist, lässt sich mit cleanen Presets auch das Akustikgitarrensignal wunderbar mit Effekten versehen. Jegliche Distortion kommt raus, etwas Kompressor und EQ rein und einen schönen Hall drüber. Die Pedaltasten lassen sich mit einzelnen Effekten wie Delay, Flanger, etc. belegen, so dass man flexibel den Ton gestalten kann, wenn mal ein nicht klassischer Ton gefragt ist. Das nun effektvoll klingende Signal geht nun in den Jamman von Digitech und läuft dort in der Regel einfach durch. Der Jamman ist ein Looper, der Phrasen aufzeichnet, über die dann eine weitere, und eine weitere, und eine weitere, … Phrase gespielt werden kann. Klingt komisch, macht aber Spaß! Das ganze Spiel könnt Ihr bei meinem nächsten Auftritt in Braunschweig live erleben…Zu guter letzt kommt der Ton am Amp an. Dieser ist ein kleiner “David” von Schertler. Er kommt aus der Schweiz und er klingt deutlich größer als er tatsächlich ist! Seit ich den Amp das erste mal angespielt habe bin ich hellauf begeistert. Der Ton ist voll und hat ein solides Fundament, die Höhen klingen klar und rein. Auch der Federhall ist durchaus zu gebrauchen.

Wenn der Saal mal größer ist oder eine große PA vor Ort ist, nutze ich den David als Monitor für mich und schicke das DI-Out Signal an das Hausmischpult.So, ich hoffe der kleine Technikeinblick war interessant. Wie das ganze zusammen mit meinen Lakewood M32 und J32-Bariton klingt, davon könnt Ihr Euch als nächstes bei der Kulturnacht 2008 in Braunschweig überzeugen.Bis dahin, Euer Kai
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